1. Der Start: Warm-up


Vorstellungsrunde (v.a. geeignet, wenn viele neue Teilnehmer dabei sind):

 

1. Fragen zur Orientierung an Tafel/ Whiteboard/ auf Karteikarten schreiben, wie etwa:

Wer bin ich? Was mache ich? Warum bin ich hier? Welche Erwartungen habe ich?

 

2. Erwartungsabfrage zu Beginn: jeder schreibt die Frage auf einen Zettel, die ihn/sie am

meisten beschäftigt und die beim Treffen diskutiert werden soll.

 

3. Vorstellung mit Adjektiv: Es wird ein Adjektiv mit dem Anfangs-Buchstaben des Vornamens

vor den eigenen Namen gestellt; das Adjektiv darf mit der eigenen Person gerne (eng) in

Verbindung stehen; z.B. ungeduldiger Ulli.

Blitzlicht-Runde („Wie geht es mir gerade/ in diesen Tagen?“): Jeder Teilnehmer, der möchte,

berichtet kurz, wie es ihm aktuell geht und wie zufrieden er mit seinem Sprechen ist und ob ihm

noch etwas auf dem Herzen liegt. Dies kann reihum geschehen oder auch querbeet. Wenn ihr

einen Ball oder anderen Wurfgegenstand habt, könnt ihr Euch diesen zuwerfen und der Fänger

ist als nächstes an der Reihe.

 

Wochenrückblick mal anders: Wenn das Blitzlicht mal anders werden soll, kann die Zeit seit

dem letzten Treffen u.a. als Wetterbericht - “stürmisch mit Hagelschaden” -, als Mahlzeit - “lang

wie Spaghetti und aufregend wie Arrabiata” - oder als Spielfilm - “Western-Film mit langem Ritt

durch die trockene Wüste” - beschrieben werden.

 

Themen-Würfel: Nehmt euch einen normalen 6-Augen-Würfel und legt für jedes Auge ein

Gesprächsthema fest.

 

Vorschläge (jederzeit änderbar):

1 Auge: mein Zuhause

2 Augen: meine Zeit in der Schule, im Studium/Beruf

3 Augen: meine Hobbies

4 Augen: meine Träume

5 Augen: mein schönstes Erlebnis mit meinem Stottern

6 Augen: meine Therapie

 

Alternativ oder zusätzlich in einer zweiten Würfelrunde könnt ihr die aktuelle Stimmung der

Teilnehmenden herausfinden:

 

Vorschläge (jederzeit änderbar):

1 Auge: Schöne Momente seit dem letzten Treffen/ in der letzten Woche

2 Augen: Erfolge seit dem letzten Treffen/ in der letzten Woche

3 Augen: Aktuelle Sorgen/Befürchtungen

4 Augen: anstehende Herausforderungen

5 Augen: aktuelle Zufriedenheit mit meinem Sprechen

6 Augen: mein allgemeiner Gemütszustand in diesen Tagen (z.B. gestresst, entspannt, etc.)

 

Wer zu einem Begriff nichts sagen kann oder möchte, würfelt noch einmal. Die Übung endet, wenn

„die Luft raus ist“. Frage zum Schluss nach, ob jemand noch etwas loswerden möchte zu einem

Thema, das er nicht gewürfelt hat.

Optional könnt ihr, bevor ihr die Themen würfelt, auch noch festlegen, in welcher Art und Weise

gesprochen werden soll. Dies muss natürlich in Übereinstimmung mit den Teilnehmern erfolgen und wer nicht an dieser Würfelrunde teilnehmen möchte, muss natürlich nicht.

 

Vorschläge (jederzeit änderbar):

1 Auge: extra Stottern

2 Augen: extra langsam sprechen

3 Augen: extra weich sprechen

4 Augen: viele Pausen setzen

5 Augen: extra betonen

6 Augen: viel Gestik benutzen

 

Warm-Up-Spiele:

1. Lautgedicht (z.B. Karawane von Hugo Ball): einige Verse in verschiedenen Emotionen

vorlesen, um den eigenen Ausdruck durch Gestik und Mimik zu steigern. Die anderen

müssen den Gefühlszustand erraten (Schwierigkeitsstufe steigern: nur Mimik/ nur Gestik),

Material: Kopie des Gedichts und Karten mit verschiedenen Gemütszuständen aus Papier

vorbereiten (z.B. hochnäsig, erstaunt, zornig, enttäuscht).

Weitere Lautgedichte findet ihr z.B. hier: https://www.lyrikmond.de/gedichte-thema-6-130.php

 

2. “Stichwort-Runde”: Ein Teilnehmer gibt ein beliebiges Stichwort in die Runde, der

Sitznachbar muss mit diesem Wort einen Satz bilden und denkt sich ein neues Stichwort aus,

mit dem der nächste in der Runde einen Satz bilden muss usw. (alternativ soll der

Sitznachbar jeweils einen Satz bilden, in dem eines der Worte aus dem Satz seines

Vorredners vorkommt).

 

3. Die fortlaufende Geschichte: Die Gruppe sitzt im Kreis und einer der Teilnehmer startet

eine Erzählung mit einem völlig beliebigen Satz (wahlweise kann auch ein Thema vorgegeben

werden). Der rechte oder linke Sitznachbar muss dann den Satz in logischer Weise durch

einen weiteren ergänzen oder sogar in Teilen vervollständigen. So geht es reihum, bis jemand beschließt, die entstandene Geschichte zu einem logischen Abschluss zu bringen.